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| Erdgeschichtlich betrachtet sind die Grundfesten Hallig Hooges und der Nachbarhalligen erst gut 1000 Jahre alt. |
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Der Anstieg des Meeresspiegels am Ende der Eiszeit um mehr als 30 Meter ließ das Gebiet des heutigen Nordfrieslands bis zur Geestlinie zwischen Leck, Niebüll, Bredstedt und Husum im Meer ertrinken. |
Circa 2000 v.Chr. stagnierte der Anstieg. Schlickablagerungen, die die Nordsee bei jeder Flut mitbrachte, ließen das Gebiet von Nordfriesland zu einer Moorlandschaft anwachsen.
Backenswarft ca. 1910 und heute. |
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Zwei große Sturmfluten änderten das Erscheinungsbild abrupt: die große "Manndränke" von 1362 und die Sturmflut von 1634.
Die Backsteine der Hooger Kirche, ihr Gestühl, ihr Taufbecken und wahrscheinlich auch die Kanzel stammen aus einer 1634 zerstörten Kirche der auseinandergerissenen Insel "Alt-Nordstrand".
Neben diesen legendären Sturmfluten gab es unzählige weitere, die in der Landschaft hinzufügten, was sie woanders genommen hatten: De blanke Hans, he givt und nimmt! |
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Die Kirchwarft damals und heute. |
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| Die Halligen als Kulturlandschaft |
Um sich gegen die Die Kirchwarft damals und Sturmfluten zu wehren, begannen die Bewohner der Halligen für ihre Häuser Erdhügel aufzuwerfen, die sogenannten Warften.
Bis heute werden die Warften den Gegebenheiten der Natur entgegen gesetzt und laufend erhöht. Die letzte Warfterhöhung wurde 2002 abgeschlossen.
Das Land jenseits der Warften wird nach wie vor mehrfach im Jahr überspült. |
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Nirgendwo sonst auf der Erde führen Menschen ein derart amphibisches Dasein wie auf den weltweit einzigartigen Halligen Nordfrieslands.
Flora, Fauna und Tierwelt dieses salzigen Landes stehen selbstverständlich unter Naturschutz. |
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Die Weiden wurden in der Vergangenheit für die Rinder- und Schafzucht genutzt. Auf Hallig Hooge bemühen sich heute mehrere nebenberufliche Landwirte, die Halliglandwirtschaft am Leben zu erhalten.
Mensch und Haustier brauchen Süßwasser, um zu leben. So fand man früher auf jeder Warft eine ausgehobene Grube bis zum Grundwasser, den Fething - heute noch zu sehen auf der Backenswarft und der Hanswarft.
Erst 1970 wurde eine Wasserleitung zum Festland gebaut, die heute alle Haushalte mit Trinkwasser versorgt. |
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Bis in die 30er Jahre hinein wirtschafteten alle Haushalte ohne Strom. Von da an bis 1959 wurde die elektrische Energie für die Hallig mit Windmühlen erzeugt. 59 legte das Stromversorgungsunternehmen des Festlandes ein 20.000 Volt-Kabel von der benachbarten Insel Pellworm zur Hallig.
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